
KREIS: Verbraucherzentrale mit vielen Anfragen
Strom, Gas, Lebensmittel - mit einem mal sind die Preise im vergangenen Jahr explodiert - als Folge des Kriegs in der Ukraine. Betrüger haben versucht, die Notsituation einiger Menschen im Kreis Coesfeld auszunutzen. Die Verbraucherzentrale in Dülmen zieht heute Bilanz ihrer Beratungen des vergangenen Jahres.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.06.2023 12:58
Über 4600 Menschen haben sich im vergangenen Jahr an die Verbraucherzentrale gewand, sagt Susanne Terwey von der Vebraucherzentrale. Unter anderem sind sie auf sogenannte Online-Fakeshops reingefallen. Wichtig: auch Bezahldienstleister wie Klarna oder Paypal, die mit Käuferschutz werben, helfen in solchen Fällen nur wenn keine Ware ankommt. Wird minderwertige Ware geliefert, müssen wir uns als Käufer selbst mit dem Anbieter auseinandersetzen. Da diese häufig im Ausland sitzen, lohnt sich eine Rücksendung auf eigene Kosten oft nicht, da sie auch sehr teuer ist. Weitere große Themen im vergangenen Jahr waren bei der Verbraucherzentrale unter anderem Telefonwerbung und die Energiekrise. Innerhalb kürzester Zeit kostet Gas das dreifache, der Strompreis verdoppelt sich - als Folge des Kriegs in der Ukraine. Jede zweite Anfrage an die Verbraucherzentrale im Kreis Coesfeld drehte sich Anfang vergangenen Jahres um das Thema Energie. Mittlerweile sind die Preise für Gas deutlich gesunken, sagt Susanne Terwey von der Verbraucherzentrale. Sie rät deshalb: wer ein günstiges Angebot findet, sollte wechseln. Dabei ist es wichtig, zu vergleichen und sich anzuschauen, wie sich die Preise wirklich zusammensetzen. Aktuell gehen Mitarbeiter von Eon in Dülmen von Haustür zu Haustür und wollen Verträge abschließen. Das Problem: der Wechsel wird dann sofort eingeleitet und noch bevor die Auftragsbestätigung schriftlich vorliegt, stellt der Netzbetreiber den Anschluss um. Die Verbraucherzentrale rät deshalb keine Verträge an der Haustür oder am Telefon abzuschließen - lieber Zeit zum prüfen und vergleichen lassen.