
Der Grund: Es besteht ein großer Fachkräftemangel. Und das, obwohl in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Menschen in Pflegeberufen zuletzt um fast drei Prozent gestiegen ist. Der Bedarf ist besonders groß, wo Patienten mit schweren bis lebensbedrohlichen Krankheiten oder Verletzungen hinkommen, das sind die Intensivstationen. Die Christophorus Kliniken mit den Krankenhäusern in Coesfeld, Dülmen und Nottuln würden hier gerne noch weitere Pfleger einstellen. Immerhin, sagt die Geschäftsführung: Die Zahl der Mitarbeiter sei trotz erschwerter Arbeit in der Pandemie durchgehend stabil geblieben. Genauso im Marienhospital in Lüdinghausen. Doch auch hier: Sechs Stellen für Fachkräfte sind momentan nicht besetzt. Außerdem sind noch Ausbildungsstellen offen. Um wieder mehr Menschen, vor allem junge Erwachsene, für den Beruf zu begeistern, schlägt der Pflegedirektor Johannes Beermann vor: Das soziale Jahr nach der Schule sollte künftig für Männer und Frauen verpflichtend sein. In der Nachbarstadt Münster gibt es heute Nachmittag (17 Uhr) zum Tag der Pflege eine Demo. Die Organisatoren fordern unter anderem verbindliche Arbeitszeiten, besseren Lohn und neue Vorgaben, was die Mindestanzahl an Mitarbeitern auf einer Station angeht.