
Unter anderem Eltern im Kreis Coesfeld fragen sich, wie es möglich ist, dass Täter Kinder über lange Zeit unentdeckt missbrauchen? Wichtig ist Kinder für das Thema zu sensibilisieren. Schulen im Kreis Coesfeld versuchen ganz unterschiedlich vorzubeugen. In der Theodor Heuss-Realschule in Coesfeld z.B. gibt es in der achten Klasse eine Projektwoche zum Thema Sexualität. Dabei sprechen die Schüler mit Experten auch über Missbrauch und sexuelle Gewalt. Bei konkreten Verdachtsfällen sei es extrem wichtig, Sozialpädagogen oder Schulpsychologen in der Schule zu haben, ergänzt der Schulleiter der Edith Stein-Hauptschule in Senden, Rainer Leifken. Die zwei Sozialpädagogen an seiner Schule wüssten am besten, wie sie Schüler auf alarmierende Anzeichen ansprechen. In Dülmen am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium gibt es bisher keine fest angestellte Schulpsychologin. Sollte es Verdachtsfälle geben, arbeitet die Schule eng mit der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Coesfeld zusammen. Allein in Münster arbeiten 50 Ermittler der Polizei derzeit daran, weitere Opfer im Missbrauchsfall zu identifizieren. Dazu werten sie hunderttausende Stunden Videomaterial aus. Bisher gibt es drei Opfer im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren.