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KREIS: Vorsicht bei Online-Anträgen
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KREIS: Vorsicht bei Online-Anträgen

Wohngeld, Rundfunkbeitrag, Kinderzuschlag oder Schufa: Viele Anträge und Anfragen können längst online gestellt werden. Die Verbraucherzentrale Dülmen warnt jetzt allerdings vor einer Zunahme von sehr zweifelhaften Angeboten im Netz.

Veröffentlicht: Freitag, 28.02.2025 13:01

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Manche Dienstleister würden ein Geschäft damit machen, Anfragen an Behörden weiterzuleiten und dafür extra abzukassieren. Wer nicht genau hinguckt, zahlt so doppelt oder sogar für Leistungen die eigentlich kostenlos sind. Aktuell erhält die Dülmener Verbraucherzentrale vermehrt Beschwerden von Verbrauchern, die online Änderungs- oder Befreiungsanträge beim Rundfunkbeitragsservice (früher GEZ) stellen wollten. 

  

Die Betroffenen gelangten in der Regel über Internetsuchmaschinen wie Google auf die Website „dein-rundfunkbeitrag.de“. Der Betreiber dieser Seite ist jedoch ein Unternehmen mit Sitz in Dubai, dass lediglich die Daten an den „wirklichen“ Beitragsservice“ weiterleitet. Dafür verlangt er stolze 39,99 Euro. Da die Kostenpflicht oft erst im Kleingedruckten erkennbar ist, fühlen sich viele Verbraucher getäuscht. Wichtig zu wissen: Auf der offiziellen Website des Beitragsservice unter „rundfunkbeitrag.de“ ist das An- und Abmelden einer Wohnung oder das Ändern von Daten kostenlos. 

  

Mit ähnlicher Masche versuchen auch andere unseriöse Unternehmen Verbraucher in die Kostenfalle zu locken. Sie bieten zum Beispiel einen Onlineservice zur Beantragung von Führungszeugnissen, Geburts- und Sterbeurkunden, Nachsendeanträge oder Sozialversicherungsausweise. 

  

Wer online Dokumente anfordern oder Anträge stellen möchte, sollte daher immer genau prüfen, ob er sich tatsächlich auf einer offiziellen Website von Behörden oder Ämtern befindet. Dabei hilft auch ein Blick in das Impressum. Denjenigen, denen eine Rechnung oder bereits eine Mahnung eines Inkasso-Unternehmens ins Haus flattert, raten die Beraterinnen und Berater, nicht vorschnell zu zahlen und sich besser von der Verbraucherzentrale in Dülmen Hilfe zu holen. Die Forderungen seien häufig unberechtigt.


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