
KREIS: Warnung vor Sehschwäche bei Kindern
Unbehandelte Sehprobleme können die Entwicklung Ihrer Kinder stark beeinträchtigen. Davor warnt jetzt die Krankenkasse AOK in der Region und weist daraufhin: Sehfehler bei Kindern bleiben oft unbemerkt - denn schlechtes Sehen verursacht keine Schmerzen. Sie ruft Eltern im Kreis Coesfeld daher auf, die Sehstärke ihrer Kinder im Auge zu behalten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 05.10.2023 08:34
„Vor allem für Schulkinder ist gutes Sehen entscheidend, um sicher zur Schule zu gelangen und dem Unterricht problemlos folgen zu können. Hinweise auf Sehprobleme ergeben sich meist aus Verhaltensauffälligkeiten der Kinder im Alltag. Dann sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Wichtig ist auch, die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wahrzunehmen“, rät AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust. Anzeichen für Sehprobleme bei Kindern können Klagen über Kopfschmerzen, Augenbrennen oder vermehrtes Zwinkern oder Blinzeln sein. Auch Kinder, die sich ständig die Augen reiben, ihren Kopf schief halten, einen geringen Abstand zu Buch, Bildschirm oder Fernsehen halten, können eine Sehschwäche haben. Weitere Warnhinweise können sein, wenn Kinder häufig stolpern, generelle Balancestörungen aufweisen oder zunehmende Schwierigkeiten bei Dämmerung oder Dunkelheit haben. Hornhauttrübungen und grau-weißliche Pupillen können ebenfalls auf eine Sehschwäche hinweisen. Ein erhöhtes Risiko für eine Fehlsichtigkeit liegt zum Beispiel vor bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von Schielern oder stark Fehlsichtigen sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen. Eine aktuelle AOK-Auswertung belegt, dass jedes elfte Grundschulkind im Kreis Coesfeld im Alter von sechs bis zehn Jahren (9,2 Prozent) im vergangenen Jahr eine Brille verordnet bekam. Bei Kindergartenkindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren waren es Jahr 6,3 Prozent.