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KREIS: Weniger Bürokratie, mehr Fachkräfte
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KREIS: Weniger Bürokratie, mehr Fachkräfte

In einer Umfrage sehen drei Viertel der befragten Unternehmen im Kreis Coesfeld und dem Münsterland im Fachkräftemangel das größte Risiko für ihren geschäftliche Zukunft.

Veröffentlicht: Dienstag, 09.05.2023 13:29

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Auf einem Fachkräftekongress spricht die heimische Industrie- und Handelskammer mit Unternehmen heute über Probleme und Lösungen. Unter anderem müsste sich der Papierkram reduzieren, um es zu erleichtern Fachkräfte aus dem Ausland zu holen. Es gibt fast 100 Paragraphen, die regeln, wann jemand nach Deutschland einwandern darf - das Visumshandbuch ist über 500 Seiten dick. Beispiele zeigen, wie unfassbar kompliziert alles zur Zeit ist. Der Dülmener Glashersteller Finiglas versucht seit fast 2 Jahren Fachkräfte aus Mazedonien nach Dülmen zu holen. Arbeitsverträge sind auch schon unterschrieben. Das Problem: Damit das auswärtige Amt ein mögliches Visum überhaupt erstmal prüft, müssen die Bewerber ausgelost werden. Die Mazedonier bewerben sich also jeden Monat erneut auf eine Visums-Prüfung. Bislang waren 15 Versuche erfolglos. Der Anhängerhersteller Wecon in Ascheberg setzt seit Jahren darauf Menschen aus Kamerun selbst auszubilden. Zuletzt habe die ausufernde Bürokratie das Ganze ebenfalls erschwert. Für den Papierkram sei inzwischen eine halbe Stelle nötig, den nebenbei zu erledigen sei unmöglich. Bei dem Fachkräftekongress heute sollen Firmen sich gegenseitig Tipps geben. Außerdem möchte die IHK ihre Probleme sammeln und sie den Politikern für die Beratungen zu dem geplanten neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit an die Hand geben. 

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