
Gestiegen sind allerdings die Fälle von Kinderpornographie. Mit über 120 Fällen, musste die Polizei rund 30 Fälle mehr bearbeiten als im Jahr davor. Durch mehr Personal und mehr Rechte in diesem Bereich einzugreifen, wundert es Guido Meinert von der Kreispolizei nicht, dass die Fallzahlen steigen - und dass es immer mehr junge Straftäter gibt. Eltern und vor allem Kindern sollte klar sein: auch für Bilder und Videos, die durch Klassenchats auf ihrem Handy landen, können Kinder bestraft werden. Eltern sollten mit ihren Kindern das Thema besprechen und Internetseiten auf dem Handy und dem Computer der Kinder sperren. Hilfe dabei bekommen sie unter anderem von der Präventionsstelle der Polizei in Coesfeld. Im Lockdown haben viele Familien im Kreis Coesfeld auch viel und lange "aufeinander gehockt": Homeschooling, Homeoffice und fehlender Sport mit Freunden hat die Nerven strapaziert. Trotzdem sind die Zahlen häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr aber deutlich zurückgegangen. Das belegt die heute veröffentlichte Kriminalitätstatistik auch. Insgesamt gab es 262 angezeigte Fälle von häuslicher Gewalt zwischen Paaren und auch Eltern und ihren Kindern. Im Jahr davor waren es gut 60 Fälle mehr. Sich davor zu schützen, sei schwierig. Wichtig sei: Merken Betroffene, dass sie zunehmend gereizt und überfordert sind, sollten sie sich Hilfe bei Freunden, Beratungsstellen oder der Polizei holen.