
Der Grund: In Großbritannien verbreitet sich eine neue Variante des Corona-Virus. Die Mutation soll bis zu 70 Prozent ansteckender sein als die bisher bekannte Form des Virus. Die EU hat für heute ein Notfall-Treffen einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Bisher gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Corona-Impfstoff auch bei der neuen Virus-Variante Schutz bietet. Heute will die Europäische Arzneimittelbehörde über den Impfstoffs von der Phama-Firmen Biontech und Pfizer entscheiden. Das ok für die Zulassung gilt als sicher. Geplant ist das die Impfaktion EU-Weit am 27. Dezember anläuft, also direkt nach Weihnachten. Zu Beginn wird es nur wenige Impfdosen für die besonders gefährdeten Gruppen im Kreis Coesfeld geben. Dennoch macht der bevorstehende Start der Impfaktion vielen Menschen Hoffnung in der Coronapandemie. Der Impfstoff muss im Abstand von drei Wochen zweimal gespritzt werden, sagt Virenforscher Stephan Ludwig von der Uni Münster. Die erste Impfung sei der Anstoß Anti-Körper zu bilden, die zweite Impfung habe eine aktivierende Wirkung. Große Sorge vor Nebenwirkungen müssten wir uns nicht machen, sagt der Virenforscher. In der Regel könnten typische Impf-Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit auftreten. Der Impfstoff funktioniert nach einer neuen Technologie. Beim Grippeimpfstoff zum Beispiel bekommen wir die Bausteine des Virus gespritzt und bilden Antikörper. Beim Coronaimpfstoff wird der Bauplan des Virus gespritzt und die Zellen bilden die Bausteine selbst.