
Die Gemeinde Rosendahl besprüht jedes Jahr die Eichen mit einem Biozid. Seitdem sind immer weniger Nester in den Bäumen. Anders schaut es in Nordkirchen aus. Hier nehmen die Eichenprozessionsspinner-Nester leicht zu, trotz vieler Nistkästen für Meisen in den Bäumen. In Lüdinghausen ist die Zahl der Nester bisher im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Auch die Stadt setzt auf den Hunger der Meisen. Ob das klappt, zeigt sich erst am Ende des Jahres. Dann machen Schüler, Pfadfinder und Heimatvereine die Nistkästen sauber. Erst dann sehen sie, ob in den Kästen überhaupt Meisen genistet haben. In Dülmen gibt es zum Beispiel Nistkästen, die die Raupen als Unterschlupf nutzen. Der Bürgermeister-Sprecher des Kreis Coesfeld, Richard Borgmann aus Lüdinghausen, ist weiterhin mit dem NRW-Umweltministerium im Gespräch. Das Land sei in der Pflicht die Plage in den Griff zu bekommen. Es brauche konkrete und einheitliche Maßnahmen für alle Städte und Gemeinden.