
Wirtschaftswissenschaftler Aloys Prinz von der Uni Münster sieht keine Kehrtwende bei der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Er hält es für möglich, dass Banken auch Girokonten mit Negativzinsen belegen, zumindest bei höheren Beträgen. Für die Sparer sei es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Geld anlegt. Für den ein oder anderen könne es demnach doch attraktiv sein, in Aktienfonds zu investieren. Hier rät der Wissenschaftler aber, sich am besten von fachkundigen Beratern helfen zu lassen. Denn alleine sei das Aktiengeschäft sehr schwer, man fiele schnell auf Dinge herein oder reagiere ängstlich, panisch oder falsch. Es käme eben darauf an, wie risikoscheu oder riskiofreudig man sei. Eine andere Folge der Niedrigzinspolitik ist, dass Kredite zum Beispiel für Baugrundstücke, ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung extrem günstig sind. Weil das so bleibt, rechnet der Wirtschaftswissenschaftler damit, dass der Eigentums-Boom anhält und das wiederum dürfte Kauf- und Grundstückspreise im Kreis Coesfeld weiter steigen lassen.