
KREIS: Wirtschaftswissenschaftler zur Inflation
Gestiegene Energiepreise und Lieferengpässe in der Pandemie - dadurch ist die Inflation in Deutschland so hoch wie seit gut 30 Jahren nicht mehr. Das zeigen heute Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach ist die Inflation auf 3,1% gestiegen. Wirtschaftswissenschaftler Aloys Prinz von der Uni Münster klärt, was das jetzt für Sie im Kreis Coesfeld bedeutet.
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.01.2022 16:36
Die Bedeutung im Kreis Coesfeld unterscheide sich kaum von den Effekten in anderen Teilen Deutschlands. Nun sei die Kaufkraft im Kreis Coesfeld überdurchschnittlich hoch und die Ersparnisbildung sei nicht niedrig, hier schlage die Inflationsrate dann natürlich zu. Und zwar so, dass sie einerseits den Konsum verteuert und andererseits droht Sparguthaben zu entwerten. Sie können sich im Kreis Coesfeld also zurzeit weniger für einen Euro kaufen als vorher für's selbe Geld. Im Kreis Coesfeld herrscht zurzeit ja Vollbeschäftigung - dass es hier jetzt durch die steigende Inflationsrate zu Problemen kommt, sieht der Wirtschaftswissenschaftler nicht. Heißt, er erwartet kurz- bis mittelfristig erst einmal nicht, dass sich an der Vollbeschäftigten-Situation etwas ändert. Wenn sich die Öl- und Gasförderung wieder auf einem normalen Niveau bewegen und Waren wieder besser geliefert werden können, dann stabilisiere sich die Inflationsrate auch wieder, schätzt der Wirtschaftswissenschaftler. Wann das passiere hänge aber natürlich auch vom weiteren Verlauf der Pandemie ab.