
KREIS: Zu wenige Kitaplätze
Bei Tageseltern im Kreis Coesfeld klingeln die Telefone zur Zeit noch häufiger als in den vergangenen Jahren. Denn im Kreis Coesfeld gibt es ab dem Sommer zu wenig Kindergartenlätze um den Bedarf zu decken. Das verstärkt den Ansturm auf Tageseltern.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.03.2023 05:24
Eine Radio Kiepenkerl Umfrage zeigt: Deren Plätze sind teilweise schon bis 2025 ausgebucht. Zumindest für die Kita-Situation in Senden gibt es jetzt einen kleinen Lichtblick. Hier klappt es doch mit zwei zusätzlichen Gruppen in der Kita Huxburg. Der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern hatte das zunächst ausgebremst. Jetzt haben sich Kreisjugendamt, Gemeinde und der Träger, das Deutsche Rote Kreuz, nochmal zusammengesetzt. Das Ergebnis: Bis zum Frühjahr im kommenden Jahr soll ein Anbau entstehen. In der Zwischenzeit nimmt die Kita in den bestehenden Gruppen mehr Kinder als üblich auf. So entstehen 24 zusätzliche Plätze für unter Dreijährige. Dadurch schrumpft die Betreuungslücke in der Gemeinde. Zu wenige Kitaplätze gibt es unter anderem auch noch in Olfen. Das Kreisjugendamt und die Stadt suchen gerade gemeinsam nach Lösungen, um die Lücke hier zumindest zu verkleinern.
Der Betreuungsbedarf steigt seit Jahren, parallel verschärft sich der Fachkräftemangel. Ein Ansatz von Träger und Kreis ist es, Eltern zu überzeugen nur so viele Betreuungsstunden zu buchen, wie sie benötigen. Im Moment melden knapp 60 Prozent der Eltern die Kinder für 45 Wochenstunden an. Vielleicht käme der ein oder andere ja auch mit weniger Stunden aus, dann könnten die Kitas mehr Kinder aufnehmen. Das Kreisjugendamt will in der Arbeitsgruppe mit den Träger überlegen, wie sich Eltern dafür sensibilisieren lassen. Außerdem sind sich das Kreisjugendamt und die Jugendämter in Coesfeld und Dülmen einig weiter um Tageseltern zu werben und sie zu stärken. So soll das Angebot weiter wachsen.