
Inzwischen gibt es zehn bestätigte Omikron-Fälle im Kreis, bei über 70 Fällen besteht der Verdacht auf Omikron. Virologin Linda Brunotte von der Uniklinik Münster warnt vor einem rasanten Anstieg der Omikron-Fälle. Und: viele Infektionen seien wegen der Feiertage noch gar nicht erkannt und erfasst. Weil das Risiko sich mit Omikron anzustecken viel höher ist, spricht sie sich heute auch ausdrücklich für Kontaktbeschränkungen schulpflichtiger Kinder aus. Bisher gelten die neuen Kontaktregeln nur für Menschen ab 14 Jahren. Die Virologin rechnet noch mit einem langen Weg aus der Pandemie: "Ich denke, dass wir auch in 2022 noch lange mit dem Virus beschäftigt sein werden. Ich rechne schon mit niedrigeren Inzidenzen in den Sommermonaten, aber ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass im Winter wir nicht doch auch noch wieder mit einer fünften Welle zu rechnen haben." Denn: welche Virusvarianten noch auf uns zukommen, kann noch keiner wissen, sagt die Virologin. Deswegen fordert sie außerdem eine globale, internationale Strategie im Kampf gegen die Pandemie. Viele ärmere Länder haben keinen Impfstoff, eine nationale Strategie alleine werde uns daher nicht helfen, warnt die Virologin.