
Sie haben die Mehrheit und die nutzen sie heute: Sie schaffen die Stichwahl ab. Die ist bislang nötig, wenn im ersten Durchgang kein Kandidat die absolute Mehrheit der Stimmen bekommen hat. Die Opposition ist dagegen:
50 Prozent plus 1. Ein Bürgermeister braucht eine absolute Mehrheit der Stimmen - das ist für den Dülmener SPD-Landtagsabegordneten Andre Stinka klar. Er sagt deshalb Ja zu den Stichwahlen. Aber es gehen viel zu wenige Menschen zu den Stichwahlen, kontert der FDP-Abgeordnete Henning Höne aus Coesfeld. Also das Geld leiber sparen. Und RKK-Politikwissenschaflter Klaus Schubert von der Uni Münster akzeptiert die Kostengründe und die geringe Wahlbeteiligung nicht als Argument gegen eine Stichwahl. Er findet, es mache Sinn, einen Bürgermeister in zwei Stufen zu wählen. Im ersten Schritt aussieben, im zweiten dann zwischen zwei Kandidaten wählen.
Fest steht jetzt schon. Die SPD zieht vor das Landesverfassungsgericht in Münster, um die die Bürgermeisterstichwahlen zu erhalten.