
Radio Kiepenkerl-Hörer Reinhard aus Lüdinghausen wundert sich, dass jetzt das Impfen in der zweiten Runde begonnen hat und sein über 80-jähriger Vater erst Anfang April dran ist. Lehrer, Erzieher und Polizisten seien dann geschützt, sein Vater in der ersten Risikogruppe aber noch nicht. Grundsätzlich ist es für ältere Menschen möglich zu versuchen, einen früheren Termin zu bekommen, sagt die Kassenärztliche Vereinigung auf Nachfrage. Das Problem dabei ist, dass Ganze sehr aufwändig ist. Außerdem ist nicht garantiert, ob am Ende ein sehr viel früherer Termin dabei herauskommt. Die Kassenärztliche Vereinigung rät deshalb dazu, einen gebuchten Termin beizubehalten. Dass die Lehrer früher dran kommen hängt damit zusammen, dass sie hauptsächlich Astra Zeneca bekommen, der bislang nur für die unter 65-Jährigen zugelassen und in größerer Menge vorhanden ist. Die älteren Menschen bekommen im Moment noch ausschließlich den Biontech-Impfstoff, der knapper ist. Das könnte sich ändern, weil die ständige Impfkommission AstraZeneka jetzt auch für ältere Menschen empfohlen hat. Es fehlen aber noch die Erlasse, die den Einsatz erlauben.