Anzeige
LÜDINGHAUSEN: Tote Enten an der Burg Vischering
Teilen:

LÜDINGHAUSEN: Tote Enten an der Burg Vischering

Tierschützer nehmen den Kreis Coesfeld in die Pflicht Lösungen gegen das Wasservogel-Sterben zu finden. Der Kreis ist für die Burg Vischering verantwortlich.

Veröffentlicht: Freitag, 06.08.2021 03:37

Anzeige

Doch eine Lösung zu verwirklichen ist nicht einfach. Das Problem: Mehrere Behörden sind im Boot. Die Kreistierärzte, das Umweltamt und das Bauamt, das den Denkmalschutz des Burggeländes im Blick hat. Schuld an dem Entensterben ist eine Bakterie. Sie lebt im sauerstoffarmen Gewässerboden. Ist es warm, vermehrt sie sich und produziert ein Nervengift. Wirbellose Kleintiere nehmen Nervengift auf, die Enten fressen sie und sterben daran. Sprinkler, die Luft in das Gräftenwasser bringen, lohnten sich nicht. Die Sauerstoff-Werte in dem Wasser seien nicht auffällig, sagt das Umweltamt. Der Kreistierarzt geht davon aus, dass sich die Bakterien durch Vogelfutter vermehren. Futter lockt weitere Vögel an, es entstehen immer mehr Bakterien und das schadet der Qualität des Wassers. Die erste große, schnell umsetzbare Lösung ist es also, verstärkt ein Fütterungsverbot durchzusetzen. 

Anzeige
Anzeige
Anzeige