Anzeige
MÜNSTER: Erste Anklagen im Missbrauchsfall
Teilen:

MÜNSTER: Erste Anklagen im Missbrauchsfall

Vier Männer und eine Frau sind angeklagt, dabei steht ein Mann aus Münster im Mittelpunkt.

Veröffentlicht: Freitag, 04.09.2020 15:31

Anzeige

Der Münsteraner soll über Jahre bei fast 30 Gelegenheiten den Sohn seiner Lebensgefährtin vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen schweren sexuellen Missbrauchs an. Anfang Juni war der Fall in Münster bekannt geworden. Der Ort für den Missbrauch war eine Gartenlaube in einem Kleingartenverein in Münster. Die Hütte ist mittlerweile abgerissen. Angeklagt sind zudem die Mutter des Münsteraners und drei Männer aus Hessen, Brandenburg und Hannover. Die Männer sollen zu unterschiedlichen Zeitpunkten mehrere Kinder zum Teil gemeinsam vergewaltigt haben. Der Münsteraner soll den den Sohn seiner Lebensgefährtin dabei auch über das Internet angeboten haben. Der Mann war als Computer-Experte in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Coesfeld dafür zuständig eine Biogasanlage zu steuern. Er war wegen Besitzes von Kinderpornographie bereits zweifach vorbestraft. Alle fünf Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Sie schweigen bislang zu den Vorwürfen. Um ihre Opfer kümmern sich die zuständigen Jungedämter. Für die Polizei sind die Ermittlungen weiter eine Mammutaufgabe, es gilt unter anderem hundertausende Stunden Videomaterial auszuwerten. Wann der Prozess vor dem Landgericht Münster startet, das steht noch nicht fest.

Anzeige
Anzeige
Anzeige