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MÜNSTER: Geiselnehmer hatte Strafe fast abgesessen
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MÜNSTER: Geiselnehmer hatte Strafe fast abgesessen

Heute Nachmittag ist klar, wie dramatisch die Situation rund um eine Geiselnahme im Gefängnis in der Nachbarstadt Münster gewesen ist.

Veröffentlicht: Freitag, 16.10.2020 10:59

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Die Polizei hat die Umstände jetzt genauer erklärt. Einsatzkräfte hatten heute Vormittag eine Auszubildende aus der Gewalt eines Häftlings befreit. Die junge Frau litt stundenlang Todesangst. Der Häftling hatte sie in den frühen Morgenstunden als Geisel genommen. Er bedrohte sie mit einer Waffe, die er aus einer Rasierklinge angefertigt hatte. Der Mann forderte einen Hubschrauber, um zu fliehen. Die Polizei setzte Spezialeinheiten ein und nahm Kontakt mit dem Täter auf. Dieser ließ sich von seinem Plan aber nicht abbringen und bedrohte immer wieder seine Geisel. Er hielt ihr die Rasierklinge an den Hals und drohte sie zu töten. Auf die Polizei machte er einen psychisch unberechenbaren Eindruck.Wegen der lebensgefährlichen Situation für die Geisel beschloss sie die Geisel zu befreien. Der Zugriff erfolgte durch Speziakkräfte. Der Täter wurde dabei erschossen. Die Geisel kam mit leichten Verletzungen am Hals frei. Betreuer kümmern sich intensiv um sie und helfen ihr das Ganze zu verarbeiten. Was die Tat noch unbegreiflicher macht, ist, dass der Täter in gut drei Wochen entlassen worden wäre. Dann hätte er eine Strafe wegen Widerstandes gegen die Polizei verbüsst gehabt.Eine Ermittlungskommission überprüft jetzt, ob bei dem Zugriff heute alles nach Vorschrift abgelaufen ist. Aus Neutralitätsgründen ist sie beim Polizeipräsidium in Dortmund angesiedelt.

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