
Schon ein Biss in einen Zimtstern oder einen Lebkuchen kann böse Folgen haben. Ein neues Therapieangebot an der Hautklinik der Uniklinik in Münster könnte für viele Betroffene ein Lichtblick sein. Bisher waren extreme Vorsicht und ein Notfallset mit Adrenalin die einzige Hilfe für Betroffene. Die neue Therapie bietet jetzt eine Alternative. Sie soll die Toleranz gegenüber Erdnüssen erhöhen. Das Medikament enthält entfettetes Erdnussproteinpulver. Die Therapie eignet sich für Kindern und Jugendliche im Alter von vier bis 17 Jahren mit Erdnussallergie. Bei Erwachsenen wurde dagegen bislang keine ausreichende Wirkung belegt. Die Therapie erfolgt anfangs in der Klinik, läuft es gut, kann der Patient das Erdnussprotein selbständig zu Hause einnehmen. Unter ärztlicher Aufsicht erhöht sich die Dosis schrittweise.Am Ende bringt die Therapie allerdings keinen Freifahrtschein für Erdnussbutter und Erdnussflips - aber zumindest Lebensmittel, die Spuren von Erdnüssen enthalten, toleriert der Körper der Betroffenen wieder. Betroffene und interessierte Eltern wenden sich an die Ambulanz der Allergologie und Berufsdermatologie der UKM Hautklinik per E-Mail an allergologie@ukmuenster.de.