
Es geht um Vorwürfe gegen einen inzwischen verstorbenen Priester, der bis 1972 in Heiningen gearbeitet hat. Nach Darstellung des Betroffenenrats Nord war Wilmer schon 2021 über Hinweise informiert, habe Nachforschungen jedoch erst deutlich später angestoßen. Das Bistum Hildesheim weist das zurück und sagt, anonyme Hinweise hätten damals für eine Untersuchung nicht ausgereicht. Münsters Kirchenrechtler Thomas Schüller widerspricht. Man wisse schließlich, wie schwer sich manche Opfer täten, ihren Namen zu nennen. Jetzt stelle sich heraus, dass es möglicherweise um einen pädophilen Serientäter gehe und es sehr viele weitere Opfer gebe. Wilmer war bis vor wenigen Wochen Bischof von Hildesheim und steht jetzt an der Spitze des Bistums Münster. Zugleich ist er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Das Bistum Hildesheim betont, es habe ab April 2022 nach konkreteren Angaben zielstrebig aufgearbeitet und später auch einen externen Juristen eingeschaltet. Neben dem Fall aus Heiningen hat der Betroffenenrat Nord nach eigenen Angaben noch einen zweiten Vorgang aus Wilmers Zeit in Hildesheim zur Prüfung nach Rom gegeben.