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MÜNSTER: Missbrauchsstudie für das Bistum
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MÜNSTER: Missbrauchsstudie für das Bistum

Forscher der Uni Münster haben eine Studie zu Missbrauchsfällen im Bistum Münster vorgestellt.

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Das macht viele von Ihnen im Kreis Coesfeld und dem Münsterland betroffen: Es soll deutlich mehr beschuldigte Priester und Missbrauchsopfer im Bistum Münster geben, als bislang bekannt. Das ist ein Ergebnis einer Studie. Zwischen den Jahren 1945 bis 2020 haben die Forscher 200 Priester und über 600 bekannte minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch ermittelt. Die Dunkelziffer ist erheblich höher. Die Forscher gehen von 5000 bis 6000 Opfern aus. Missbrauchsfälle habe es flächendeckend in allen Dekanaten des Bistums Münster gegeben, damit auch im Kreisdekanat Coesfeld und viele hätten davon gewusst. Die Forscher weisen der Bistumsleitung jahrzehntelanges Versagen und Strafvereitelung in verschiedenen Fällen nach. Dem aktuellen Bischof Felix Genn werfen die Forscher vor, in den vergangenen Jahren gegenüber Tätern nicht die nötige Strenge als Vorgesetzter gezeigt zu haben, wenn diese Reue gezeigt hätten. Bischof Felix Genn hat das Missbrauchs-Gutachten für das Bistum Münster entgegengenommen. Er wolle die Studie jetzt lesen. Er kündigte an am Freitag über Maßnahmen und Konsequenzen zu informieren. Das Bistum Münster hat die Studie in Auftrag gegeben und mit rund 1,3 Millionen Euro finanziert. Es hat eine Hotline für Betroffene unter 0251/495 62 52 eingerichtet. Hier melden sich auch Menschen mit Hinweisen auf Missbrauchsfälle. Hier gibt es die Studie zum Nachlesen.

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