
Die Staatsanwaltschaft fordert für den Hauptangeklagten, einen IT-Fachmann, 14 Jahre Gefängnis und die anschließende Sicherungsverwahrung. Sie wirft ihm über 30 mal schweren sexuellen Missbrauch vor. Er soll den Sohn seiner Lebensgefährtin selbst vergewaltigt und anderen Männern überlassen haben. Drei Männer sitzen mit auf der Anklagebank. Sie sollen zwischen zehn und 12 Jahren ins Gefängnis und wie der Haupttäter sollen alle drei anschließend in die Sicherungsverwahrung. Bei der Mutter des IT-Technikers geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sie von einem gemeinsamen Missbrauch des heute elf Jahre alten Jungen im vergangenen Jahr gewusst hat. Sie soll wegen Beihilfe verurteilt werden. Am Donnerstag folgen Plädoyers der Nebenkläger. Die Richter entscheiden spätestens Anfang Juli über ein Urteil. Vor einem Jahr war der Missbrauchskomplex ans Licht gekommen. Insgesamt wurden durch die Ermittler mehr als 50 Tatverdächtige identifiziert, von denen derzeit etwa 30 in Haft sitzen.