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MÜNSTER: Teilgeständnis im Missbrauchskomplex
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MÜNSTER: Teilgeständnis im Missbrauchskomplex

Eine Mutter aus Münster soll von dem Missbrauch ihres Sohnes durch den Lebensgefährten gewusst und nichts unternommen haben. Heute hat die Frau ein Teilgeständnis abgelegt.

Veröffentlicht: Dienstag, 28.09.2021 14:31

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Sie gab am Landgericht in Münster zu, ab Oktober 2019 den Missbrauch für möglich gehalten zu haben. Sie sei aber nicht in der Lage gewesen, die Beziehung zu beenden. Die Staatsanwaltschaft forderte heute 10 Jahre Haft für die Frau wegen Beihilfe durch Unterlassen. Außerdem sieht es die Staatsanwaltschaft als erwiesen an, dass die Münsteranerin bei einem Urlaub 2019 in Dänemark Sex mit ihrem Lebensgefährten im Beisein des Jungen hatte und es anschließend zum Missbrauch kam. Einer der zwei Verteidiger plädierte heute auf sechs Jahre Gefängnis, der andere sprach sich für eine milde Strafe aus.


Das Verfahren findet zum Großteil - um das Opfer zu schützen - unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein Urteil will das Landgericht voraussichtlich am 6. Oktober verkünden. Der Lebensgefährte der Frau war im Hauptprozess zu 14 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht

rechtskräftig. Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Missbrauchsfällen der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht. Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben. In dem Tatkomplex wurden bereits mehrere Männer und eine Frau zu Freiheitsstrafen verurteilt. Weitere Tatverdächtige wurden identifiziert und sitzen zum Teil in U-Haft.

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