
MÜNSTER: Urteil im Fall "Kleinwagen fährt in Innenstadt"
Der Fall hat vergangenes Weihnachten für Aufsehen gesorgt: In der Nachbarstadt Münster fuhr ein Mann in den für die Weihnachtsmärkte abgesperrten Bereich der Innenstadt. Der Mann muss jetzt in ein psychiatrisches Krankenhaus. Vor dem Landgericht Münster ist heute das Urteil gefallen...
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.06.2023 13:20
Es ging ja von vornherein nie um eine Strafe, sondern darum, ob der Mann eine psychiatrische Behandlung braucht. Das Ergebnis: er war schuldunfähig, als er das Auto in den abgesperrten Bereich gelenkt hat. Die Sicherheitsmitarbeiter, die damals ins Auto griffen, um seine Fahrt zu stoppen, hätte er aber erkennen und anhalten müssen. Er gab aber Gas und fuhr hupend und menschengruppen-ausweichend bis zum Prinzipalmarkt, wo die Polizei ihn stoppte. Ein Sicherheitsmitarbeiter und ein weiterer Mensch wurden damals leicht verletzt. Wegen der psychischen Krankheit geht das Gericht davon aus, dass von dem Mann weiter eine Gefahr ausgeht. Deswegen ordnete das Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.