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MÜNSTER: Weitere Plädoyers im Missbrauchskomplex
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MÜNSTER: Weitere Plädoyers im Missbrauchskomplex

Viele von Ihnen im Kreis Coesfeld verfolgen den Prozess um den Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex von Münster.

Veröffentlicht: Dienstag, 22.06.2021 14:40

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Heute haben die Nebenkläger plädiert. Sie haben sich der Forderung der Staatsanwaltschaft angeschlossen. Diese hatte für den mutmaßlichen Haupttäter aus Münster 14 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung gefordert. Auch einige Verteidiger haben heute schon ihre Plädoyers gehalten. Sie forderten erwartungsgemäß mildere Strafen. Der Verteidiger des Hauptangeklagten sprach sich außerdem gegen die geforderte Sicherungsverwahrung aus. Das Gericht müsse unter anderem Versäumnisse des Jugendamtes berücksichtigen, die dem Angeklagten die Taten erleichtert hätten. Außerdem sei der Hauptangeklagte öffentlich an den Pranger gestellt und vorverurteilt worden. Der Mann aus Münster soll den Sohn seiner Lebensgefährtin schwer missbraucht und anderen Männern zum Missbrauch vermittelt haben. Ebenfalls auf der Anklagebank sitzt seine Mutter. Sie soll von den Taten unter anderem in ihrer Kleingartenlaube gewusst haben. Die Staatsanwaltschaft forderte für sie sechs Jahre Haft wegen Beihilfe. Ihr Verteiger sieht dafür keine Beweise und forderte heute einen Freispruch. Mit angeklagt sind in dem Hauptverfahren noch drei Männer aus Niedersachsen, Brandenburg und Hessen.

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