
Notärzte rücken nicht mehr mit dem Rettungsdienst aus, sondern werden per Video am Einsatzort zugeschaltet. Andreas Bohn, als ärztlicher Rettungsdienstleiter der Stadt Münster verantwortlich für das Telenotarzt-System zieht eine positive Halbjahresbilanz. Ein paar erste Probleme seien im Betrieb aufgetaucht, aber so auch das System im laufenden Betrieb permanent technisch und organisatorisch weiterentwickelt worden. Das gehe auch jetzt noch weiter. Dennoch entlaste das System Einsatzkräfte schon jetzt enorm und Patienten seien besser und schneller versorgt. Andere Rettungsdienste aus ganz Deutschland informieren sich daher gespannt über die Technik - das Pilotprojekt aus dem Münsterland hat damit Leuchtturmcharakter, sagt der Rettungsdienstleiter. Das System ist mit 12 Rettungswagen im Münsterland gestartet. Jetzt sollen weitere Wagen die Telenotarzttechnik bekommen. Im Laufe des Jahres sollen letztendlich über 150 Rettungswagen mit dem neuen System arbeiten können.