
Nordkirchen hat jetzt eine erste Bilanz gezogen: Seit der Beginn der Corona-Krise bis jetzt verzeichnet die Gemeinde ein Minus von 300 000 Euro. Das ergibt sich aus ganz vielen Bereichen. Viele Firmen haben die Gemeinde darum gebeten, Gewerbesteuern zu stunden. Die Gemeinde hat viele Sachen zum Schutz vor Infektionen gegekauft, darunter klar, Masken, aber auch Plexiglasscheiben als Spuckschutz. Die Preise für Plexiglasscheiben haben sich vervierfacht. Dazu kommen viele Überstunden der Ordnungsamts-Mitarbeiter wegen verstärkter Kontrollen. Und jetzt kommt noch ein größerer Reinigungsaufwand in Schulen dazu. Bis zum Ende des Jahres geht die Gemeinde von einem Minus von einer Million Euro aus. Mit Sorge blickt sie auf die kommenden Jahre. Die Arbeitslosenzahlen steigen, die Einnahmen durch Steuern sind niedriger und vom Land gibt es auch weniger Geld. Geld, das für neue Feuerwachen und Kitas oder Reparatur von Straßen und Schulen fehlt. Der Städte- und Gemeindebund nimmt Bund und Land in die Pflicht, einen kommunalen Rettungsschirm aufzuspannen. Ohne Hilfe gehe es nicht.