
In Nottuln soll es deswegen künftig jeden Freitag Mahnwachen am Stiftsbrunnen geben. Das ist für die Dauer des Ukraine-Kriegs geplant. Die Gemeinde, die katholische Pfarrgemeinde St. Martin und die Friedensinitiative haben sich dazu entschlossen, die Mahnwachen dauerhaft durchzuführen. Die Gedenkveranstaltung am vergangenen Freitag habe gezeigt, wie wichtig ein fester und verlässlicher Ort ist, um Gefühle und Gedanken raus zu lassen. 30 Minuten sollen die Mahnwachen dauern. Schulen, die Pfadfinder, Frauengruppen, Sportvereine, Jugendgruppen und Chöre haben die Gelegenheit, diese Zeit zu füllen. Dafür sperrt die Gemeinde extra den Platz um den Brunnen freitags ab 18 Uhr. Und sie stellt eine Mikrofonanlage zu Verfügung. Bei Regen geht es in die Martinuskirche. Außerdem bittet die Gemeinde Nottuln darum, freie Wohnungen und Zimmer zu melden. Städte und Gemeinden bereiten sich auf Flüchtlinge vor, auch Ascheberg, Nordkirchen und Billerbeck suchen nach Unterkünften.