
NOTTULN: Sorgen wegen Flüchtlingsunterkünften
Die Pläne der Gemeinde Nottuln das Hotel-Restaurant Marienhof und den leerstehenden Baumberger Hof in Flüchtlingsunterkünfte umzuwandeln stoßen auf großes Interesse - und Kritik. Deutlich über 100 Menschen waren am Abend bei einer Infoveranstaltung dabei.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.01.2025 10:38
Hauptsächlich sorgen sich die Menschen darum, wie eine Integration der Flüchtlinge bei den außerhalb liegenden Gebäuden gut gelingen kann. Außerdem fragen sie sich, welche Folgen die Unterbringung von insgesamt bis zu 200 Flüchtlingen für die Baumberger Nachbarschaft hätte. Die Gemeinde versucht Sorgen zu nehmen und stellte klar: zu Anfang würden sicherlich erst einmal weniger Menschen einziehen - sie geht aktuell von insgesamt rund 35 Menschen aus. Für die Integration arbeite sie gerade eine Umsetzungsstrategie weiter aus. Beispielsweise denkt die Gemeinde darüber nach, die Busverbindung in den Ort zu verbessern. Auch sorgten sich die Menschen um die Verkehrssicherheit. Die Gebäude liegen an einer Landstraße. Die Gemeinde schaut sich zusammen mit der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei die Situation an und schaut, ob Maßnahmen greifen müssten. Insgesamt waren sich eigentlich alle einig: die Standorte außerhalb seien nicht optimal. Die Gemeinde sei aber auch ein stückweit von der Not getrieben. Und: Die Menschen weiter in Sporthallen unterzubringen sei für die Flüchtlinge selbst, aber auch für den Vereins- und Schulsport noch schwerer hinzunehmen. Die Gemeinde hält daher an ihren Plänen fest. Anfang Februar (4.2.) berät der Rat. Anregungen aus der Infoveranstaltung nimmt die Gemeinde mit und prüft, was umsetzbar wäre.