
Die untere Wasserbehörde des Nachbarkreises hatte ja Wasserproben aus der Stever und aus einem Graben in Selm entnehmen lassen. Denn das Wasser in dem Graben war milchig eingetrübt. Die Wasserqualität dort war auch beeinträchtigt. Es gab erhöhte Ammonium-, Mangan- und Phosphorwerte. In Verbindung mit Wasser sorgt das teilweise für eine Behinderung der Kiemenatmung, außerdem entsteht teilweise für Fische giftiges Ammoniak. Die Proben der Stever waren nicht auffällig. Durch das warme Wetter wies diese aber einen geringen Sauerstoffgehalt auf - das könne, wie der Kreis Coesfeld schon sagte, ebenfalls zum Fischsterben geführt haben. Die Fische selbst wurden nicht im Labor untersucht. Die genaue Todesursache sei daher nicht zu ermitteln. Die Stadt Selm hat Maßnahmen ergriffen, um die Wasserqualität des Grabens zu verbessern. Ergebnisse entnommener Proben stehen noch aus.