
Seit dem bewaffneten Überfall vor knapp einer Woche ist in der Filiale in der Dorfstraße nur der SB-Bereich mit Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Überweisungsterminal geöffnet. Jetzt steht fest: Das bleibt so. Die Sparkasse Westmünsterland hat entschieden das Beratungsangebot in der modernisierten und vergrößerten Filiale in Senden zu bündeln.
Der bewaffnete Überfall am vergangenen Dienstag auf die Sparkassen-Filiale in Ottmarsbocholt war ein einschneidendes Erlebnis für die Mitarbeiterinnen vor Ort. „Sie haben erste Priorität, daher haben wir die Filiale in der aktuellen Lage nicht wiedereröffnet“, erklärt Vorstandsmitglied Norbert Hypki. „Aufgrund dieser Entwicklung haben wir uns dazu entschieden, eine ursprünglich für später im Jahr geplante Entscheidung vorzuziehen: Wir werden die persönliche Beratung im modernisierten und erweiterten Beratungscenter Senden bündeln.“
„Ursprünglich hatten wir geplant, zuerst jeden Kunden in Ottmarsbocholt schriftlich und anschließend die Öffentlichkeit hierüber zu informieren“, so Norbert Hypki. „Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, dass wir dies aufgrund der aktuellen Entwicklung sehr schnell im Anschluss tun werden.“
Die Mitarbeiter/-innen der Filiale Ottmarsbocholt werden ab sofort im Beratungscenter Senden an der Herrenstraße tätig sein und dort persönliche Beratungsgespräche anbieten. In Ottmarsbocholt bietet die Sparkasse weiterhin den Bargeldservice über Geldautomaten sowie ein Terminal für Überweisungen und Kontoauszüge an.
„Im Lockdown vor etwa einem Jahr hatten wir die persönliche Beratung schon einmal in Senden gebündelt“, sagt Regionalleiter Rainer Tenholt. Das sei zunächst ungewohnt gewesen, habe ich sich aber schnell eingespielt. „Positiv aufgefallen ist unseren Kunden aus Ottmarsbocholt der Platz und die bessere Beratungssituation mit mehr Diskretion und mehr Zeit der einzelnen Berater für Kundengespräche – und das schon vor der umfassenden Modernisierung und Erweiterung des Beratungscenters im letzten Jahr. „Dieses Angebot haben wir noch einmal deutlich weiterentwickelt und erweitert – sowie dem veränderten Kundenverhalten Rechnung getragen“, so Rainer Tenholt.
Denn die Kunden fragen intensive persönliche Beratung für die komplexeren Geldangelegenheiten nach, beispielsweise Geldanlage, Altersvorsorge, Versicherungen und Baufinanzierungen. Für einfache, alltägliche Geldgeschäfte hingegen nutzen die Kunden die vielfältigen digitalen und kontaktlosen Angebote so häufig wie nie zuvor – mit zweistelligen Zuwachsraten. Über diese ist auch persönliche Beratung möglich, zum Beispiel telefonisch, per Online-Chat und per Video-Beratung. „Die Kunden verändern ihre Nutzung, mit der Bündelung der Beratung im Beratungscenter passen wir uns hieran an“, erläutert Norbert Hypki.