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Razzia in Nagelstudios
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Razzia in Nagelstudios

Menschenhandel, Zwangsarbeit und Ausbeutung - das sind die Vorwürfe gegen Betreiber von Nagelstudios unter anderem im Kreis Coesfeld und dem Münsterland.

Veröffentlicht: Donnerstag, 21.11.2019 14:15

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Nach einer großen Razzia stellen Staatsanwaltschaft und das Hauptzollamt Münster heute ihre Ermittlungs-Ergebnisse vor. Sie haben sechs Verdächtige festgenommen. Es geht um Nagelstudios unter anderem in Dülmen, Münster und Greven im Nachbarkreis Steinfurt. Die Bande soll mithilfe von Schleuserbanden Mitarbeiter für die Nagelstudios illegal aus Vietnam nach Deutschland geholt und hier ausgebeutet haben. Für das Einschleusen kassierten sie kräftig ab. Es besteht der Verdacht, dass die eingeschleusten Vietnamesen die Schulden abarbeiten müssen und dabei unter großem seelischem Druck und Leistungsdruck stehen. Die Beschuldigten sollen den Beschäftigten weder Sozial- noch Krankenversicherungsschutz gewährt und auch nicht den gesetzlichen Mindestlohn gezahlt haben. Außerdem sollen sie diese während der Arbeit durch eine Videoüberwachung in den Studios kontrolliert haben. Die Mitarbeiter seien zum Teil in extra angemieteten - sehr einfachen - Unterkünften untergebracht und dadurch weitestgehend isoliert gewesen. Unter anderem in Dülmen soll es so eine Unterkunft gegeben haben. Ein Ermittlungsrichter entscheidet heute über Haftbefehle für die sechs Beschuldigten.

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