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Rettungswagen auf Einsatzfahrt ausgebremst
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Rettungswagen auf Einsatzfahrt ausgebremst

Einen Rettungswagen im Einsatz auf der Autobahn über mehrere Kilometer nicht vorbeilassen und dann auch noch ausbremsen: Das geht gar nicht. Ist aber leider passiert.

Veröffentlicht: Donnerstag, 01.08.2019 14:34

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Die Polizei ermittelt nach einem Vorfall auf der A43 Richtung Ruhrgebiet zwischen Nottuln und Dülmen-Nord. Ein Rettungsassistent aus Ottmarsbocholt hat Anzeige erstattet. Am frühen Mittwoch Nachmittag war er mit einem Team aus der Rettungswache in Nottuln ausgerückt, um zu einem Notfall nach Dülmen zu fahren. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr der Rettungswagen auf die A 43. Kurz darauf bremste ein weißer Kastenwagen aus Frankfurt den Rettungswagen auf der linken Spur aus und ließ ihn nicht vorbei. Er reagierte auch dann nicht als der Fahrer des Rettungswagens zusätzlich zu Blaulicht und Martinshorn noch die Lichthupe betätigte. Im Gegenteil der Mercedes Sprinter wurde sogar langsamer. Etwa einen Kilometer vor der Abfahrt Dülmen-Nord zog der Kastenwagen dann von der Überholspur doch auf die rechte Spur. Der Rettungswagen beschleunigte, um vorbeizukommen. Da zog der Sprinter unvermittelt wieder nach links und zwang den Rettungswagen scharf abzubremsen. Die Suche nach dem Fahrer des Kastenwagens läuft. Die Polizei ermittelt wegen Nötigung im Straßenverkehr. In so einem Fall muss der Fahrer mindestens den Führerschein abgeben und eine Geldstrafe zahlen. Auch eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren ist möglich.


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