
Safe-Space-Apotheken - Urteilsfreie Gesprächsorte
Probleme und Sorgen besprechen viele, insbesondere junge Menschen gerne erstmal anonym. Daraus entwickelte die Jugendbewegung "Our Generation Z" die Idee, Safe-Space-Apotheken einzuführen. Dies sind Apotheken, die einen sicheren Ort für junge Menschen zwischen 15 und 30 bilden sollen, in dem sie ihre Probleme vertraulich teilen können. In diesen Apotheken sollen sie dann keine Angst vor Verurteilung oder der Weitergabe ihrer Daten haben müssen.
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Gesundheitsmanager Markus Laurenz vom Netzwerk "Marktplatz der Gesundheit" sagt, dass Apotheken sich besonders gut als Anlaufstelle eignen würden, da das Personal geschult und geübt darin sei, erstmal zuzuhören. Dabei steht die Anonymität und das Wohlbefinden der Person im Vordergrund. Markus Laurenz gibt ein Beispiel: Gibt es beispielsweise einen Jugendlichen mit einem Drogenproblem, so soll dieser sich in der Apotheke melden können und Hilfe in Form eines privaten Gesprächs bekommen. Da jede Apotheke einen Besprechungsraum besitzt, könne dort ein unverbindliches Gespräch stattfinden. Zentral sei es dann, dass die Person nicht einfach weitergeleitet werde, sondern der Apotheker erst einmal bei einer Beratungsstelle anrufe und sich informiere, was es für Angebote gibt - quasi Hilfe zur Selbsthilfe. Bisher gibt es noch keine Safe-Space-Apotheken im Kreis. Geplant sind sie allerdings schon, zum Beispiel in Coesfeld, Nottuln und Lüdinghausen.