
SENDEN: Biozide gegen Eichenprozessionsspinner
Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld versuchen die Raupen des Eichenprozessionsspinners in Schach zu halten. Deren Härchen lösen schwere Allergien aus. Die Gemeinde Senden stellt heute das weitere Vorgehen vor.
Veröffentlicht: Freitag, 24.04.2020 17:22
Bauhofmitarbeiter ziehen ab Montag los. Sie besprühen Eichen mit Bioziden. Dabei gehen sie in die Baumkronen herein, eine Gefahr für Menschen bestehe nicht, sagt die Gemeinde. Der Wirkstoff sei lediglich giftig für die Raupen. Sie fressen die behandelten Blätter und sterben. So können sie sich auch nicht weiter vermehren. Die Gemeinde hofft deshalb, dass es im kommenden Jahr weniger Raupen gibt. Sie behandelt Bäume an Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, Sportplätzen, beliebten Wander- und Radwegen. Zusätzlich kontrolliert die Gemeinde regelmäßig Stellen, an denen die Raupen sich in den vergangenen Jahren angesiedelt hatten. Schädlingsbekämpfer unterstützen sie. Dennoch ist es nicht immer möglich, alle Nester innerhalb kurzer Zeit zu entfernen. Sendener können über die App und Homepage der Gemeinde befallene Bäume melden. Das Ordnungsamts sortiert die Meldungen dann nach Dringlichkeit. Ein Ampelsymbol zeigt an, ob die Meldung neu, in Bearbeitung oder erledigt ist. Für Bäume auf Privatgrundstücken sind allerdings die Grundstückseigentümer zuständig.