
Heute hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze aus der Nachbarstadt Münster die Klimabilanz für das vergangene Jahr vorgestellt: Beim CO²-Ausstoß haben sich die Lockdowns der vergangenen Monate deutlich bemerkbar gemacht. Weniger Menschen sind mit dem Auto gefahren. Künftig sei aber wieder mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. In Sachen Verkehrswende bleibt also viel zu tun. Das "Bürgerlabor Mobiles Münsterland" arbeitet gerade mit Hochdruck an umweltfreundlichen Alternativen zum Auto. Dazu gehört aktuell unter anderem ein Projekt in Senden. Hier soll es künftig Kleinbusse auf Abruf geben. Dazu plant das Bürgerlabor momentan einen Modell-Versuch. Dabei will es im Ortskern eine Mobil-Station aufbauen, also eine moderne Haltestelle. Die könnte zum Beispiel aus einem Wartehäuschen als Schutz vor Regen und Wind, Fahrradständern daneben und kostenlosen Internetzugang bestehen. Was genau realisierbar ist, erarbeitet das Team gerade. Im Mai will es den Sendenern ein Konzept vorstellen. Plan ist, dass die Mobil-Station im Sommer steht und es dann Testfahrten mit den Kleinbussen gibt. Ein Forschungsteam begleitet das Ganze und befragt Sendener, wie sie das Angebot finden.
Im Kreis Coesfeld laufen momentan viele weitere Projekte zum umweltfreundlicheren Verkehr. So testet das Busunternehmen Regionalverkehr Münster zum Beispiel gerade Busse mit Wasserstoff-Antrieb, die keine Abgase produzieren.