
Sie versorgt zuckerkranke Menschen. Heute Vormittag gehen über 90 000 Unterschriften gegen die geplante Reform der „Chroniker-Pauschale“ an das Bundesgesundheitsministerium. Hausärzte sollen künftig einmal pro Jahr diese Pauschale ausgezahlt bekommen. Das soll den Druck nehmen, jedes Quartal Patienten zum Karteneinlesen in die Praxis zu bestellen. Spezialisierte Praxen, an die Hausärzte ihre chronisch kranken Patienten überweisen, gehen dann leer aus. 20-30 Prozent der Kosten werden nicht erstattet und das ist ein Problem, sagt Silke Fröhlich. Denn zuckerkranke Patienten zu versorgen ist sehr aufwändig. Viele Fachmitarbeiter sind nötig, wie Diabetesberater, Ernährungsberater und Wundassistenten. Schulungsräume sind nötig und außerdem sind für die Diabetologen bestimmte Labor-Daten wichtig, die Hausärzte nicht erheben. 200 Unterschriften, die das Team in der Praxis in Senden gesammelt hat, fließen in den dicken Unterschriften-Packen ein. Wie es weitergeht, Radio Kiepenkerl bleibt dran.