
Die Zahl der Berufspendler im Kreis Coesfeld steigt, sagt die heimische Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Für viele Berufstätige aus dem Kreis Coesfeld ist ein Arbeitsweg von mehr als 50 Kilometern mittlerweile normal. Zum Beispiel nach Münster oder ins Ruhrgebiet. Im vergangenen Jahr fuhren rund 62.000 Menschen über die Grenzen des Kreises zur Arbeit. Vor gut 19 Jahren waren es noch 18.000 Pendler weniger. Ein Grund ist, dass in den letzten Jahren besonders viele neue Jobs in Großstädten entstanden sind. Jedoch können sich immer weniger Menschen die wachsenden Mietpreise in den Städten leisten und nehmen lieber den langen Arbeitsweg in Kauf.