
Streit wegen verkaufsoffenem Sonntag
Verkaufsoffene Sonntage sorgen immer wieder für Streit im Kreis Coesfeld. In Dülmen dürfen sich heute zum letzten Mal die Händler außerhalb der Innenstadt entlang der Halterner Straße und der Münsterstraße beteiligen.
Veröffentlicht: Sonntag, 08.12.2019 08:30
Der Grund: Die Gewerkschaft Verdi sieht die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt und hatte durchgesetzt, dass ab dem kommenden Jahr bei verkaufsoffenen Sonntagen nur noch die Geschäfte im Innenstadtkern öffnen dürfen.
Die Händlergemeinschaft Viktor geht deswegen von rund 10 Prozent weniger Umsatz im Jahr für die Händler im Außenbereich aus. Im schlimmsten Fall seien Jobs gefährdet. Auch für die Händler in der Innenstadt sei es ein Nachteil, wenn die Kollegen sich nicht beteilgen dürfen.
Im Außenbereichen seien es überwiegend große Geschäfte, die Kunden auch aus anderen Orten anziehen und viel Werbung machen. Eine Idee wäre, Händler aus den Außenbereichen bei verkaufsoffenen Sonntagen künftig mit Ständen in die Innenstadt zu holen. Das sei aber nicht bei allen machbar - ein Stand für einen Fahrradhändler funktioniere vielleicht, schwieriger sei das bei einem Baumarkt.
Nicht nur in Dülmen haben heute die Geschäfte geöffnet. Auch in Havixbeck, Olfen und Coesfeld ist heute verkaufsoffener Sonntag.