
Wie gelingt es, Jugendliche für die Geschichte zu sensibilisieren, die sie selbst nur aus Schulbüchern kennen? Wir haben zum historischen Gedenktag mit Geschichtslehrern im Kreis Coesfeld gesprochen – über die Herausforderungen, die Möglichkeiten und die besondere Verantwortung, die sie als Lehrkräfte heute tragen.
„Geschichte hautnah“ – emotionale Zugänge schaffen
Alexander Kallenbach und Lena Fredebölling, beide unterrichten am St. Antonius Gymnasium in Lüdinghausen, setzen auf emotionale Nähe.
Friedensarbeit im Klassenzimmer – und darüber hinaus
Auch Patrick Südmersen von der Hermann-Leeser-Realschule in Dülmen sucht nach Wegen, junge Menschen emotional zu erreichen. Die Schule besuchte mit den Schülern zum Beispiel die Kriegsgräberstätte Ysselstein in den Niederlanden. Da stehen die Jugendlichen dann plötzlich zwischen tausenden Gräbern – und begreifen, was Krieg wirklich bedeutet.
„Die Schüler sollen nicht nur wissen, sondern auch fühlen“
Sebastian Austrup, Geschichtslehrer am Clemens-Brentano-Gymnasium in Dülmen, ist es besonders wichtig, dass seine Schülerinnen und Schüler beim Thema Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg nicht nur Fakten auswendig lernen, sondern auch emotional berührt werden.