KREIS: Wirtschaftswissenschaftler für Erbschaftssteuer-Reform

Wirtschaftswissenschaftler Aloys Prinz von der Uni Münster findet die SPD-Reform-Pläne zur Erbschaftssteuer gut, weil bei den aktuellen Regelungen eine Gerechtigkeitslücke bestehe.

Die SPD will für jeden Erben einen lebenslangen Freibetrag von einer Million Euro einführen - unabhängig vom Verwandschaftsgrad. Große Vermögen sollen künftig stärker besteuert, kleinere und mittlere Erbschaften entlastet werden. Wirtschafsverbände befürchten, dass die Pläne den Mittelstand mehr belasten. Natürlich sind solche Betriebe oft mehr wert als der vorgeschlagene Freibetrag, sagt der Wirtschaftswissenschaftler - schon jetzt gebe es aber die Möglichkeit, Steuern zu stunden, also nach und nach abzuzahlen. Solche Steuerstundungsmöglichkeiten, die im Gesetz verankert sein müssten, könnten sicherstellen, dass der Betrieb nicht schließen muss und weitergeführt werden kann - auch trotz einer Belastung mit der Erbschaftssteuer.

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