NORDKIRCHEN: Aus für DRK-Quartier

Die Pläne für ein neues Quartier mit einem inklusiven Hotel, einer Rettungsdienstschule und einem Katastrophenschutzzentrum in Nordkirchen sind geplatzt. Der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes zieht sich zurück.

Das Gesamtprojekt übersteige die finanziellen Möglichkeiten einer gemeinnützigen und zum überwiegenden Teil ehrenamtlich aufgestellten Institution, wie der DRK-Landesverband nach intensiver Prüfung jetzt der Gemeinde Nordkirchen und dem Rat mitgeteilt hat. Das DRK macht deutlich, dass die Wirtschaftlichkeit eines Hotelbetriebs durch eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zwar ausdrücklich bestätigt wurde, allerdings die hohen Investitionskosten für das Gesamtprojekt und das damit verbundene finanzielle Risiko für den Landesverband zu groß seien.


Nordkirchens Bürgermeisterin Stefanie Holz bedauert die Entscheidung des DRK-Landesverbandes: „Das Gesamtprojekt hätte aus Sicht der Verwaltung sehr gut nach Nordkirchen gepasst, gerade weil die Idee eines Inklusionshotels sich perfekt in die Struktur unserer Gemeinde eingefügt hätte.“ Dass nunmehr zwei unabhängig voneinander in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudien zum Ergebnis kommen, dass die Gemeinde Nordkirchen großes Potenzial für einen Hotelbetrieb ab 80 Zimmern hat, motiviere die Verwaltung, weiter an einer entsprechenden Ansiedlung zu arbeiten.

Nach der Weihnachtspause will die Gemeinde gemeinsam mit der Politik überlegen, wie es mit dem Grundstück zwischen der Straße "Am Gorbach" und der Schloßstraße weitergehen soll.